Das Viktor Frankl Zentrum wurde im Jahr 2004 als Informations- und Forschungsstätte für Logotherapie und Existenzanalyse gegründet.
Zentrales Anliegen des Zentrums ist die Pflege und Verbreitung des Gedankenguts von Viktor E. Frankl und der von ihm begründeten humanistischen sinnorientierten Psychotherapie.
Gegründet wurde das Zentrum vor dem Hintergrund zahlreicher Anfragen aus dem In- und Ausland nach einem Studien- und Weiterbildungszentrum, in dem der von Viktor Frankls Lebenswerk ausgehende Impuls vermittelt, bzw. im Rahmen von interdisziplinären Forschungsprojekten vertieft werden kann. Es handelt sich derzeit um die einzige in dieser Weise wirkende Institution auf dem Gebiet einer sinnzentrierten humanistischen Psychotherapie und Forschungsrichtung in Wien.
Das Viktor Frankl Zentrum kooperiert mit dem Viktor-Frankl-Institut Wien und dem Ausbildungsinstitut für Logotherapie und Existenzanalyse (ABILE) und auf internationaler Ebene mit weltweit über 70 Logotherapiegesellschaften und -instituten.
"Menschliches Verhalten wird nicht von Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft, sondern von Entscheidungen, die er selber trifft." (Viktor E. Frankl)
Vor dem Hintergrund dieses Menschenbildes, wonach der Mensch seine Identität durch seine frei gewählte Lebenshaltung selbst gestaltet, geschieht Krisenprävention, Krisenintervention und der sinnzentrierte Umgang mit Schuld, Leid und Tod (Tragische Trias nach V. Frankl), die in jedem Leben vorkommen. Frankls Erkenntnisse ermöglichen eine Neuausrichtung in der Psychohygiene. Durch die Unterscheidung vom schicksalhaften, unveränderbaren Bereich und dem gestaltbaren Freiraum, ist eine autonome, personale Stellungnahme in Haltung und Handlung unter allen Lebensumständen möglich.
Frankl sieht jeden einzelnen Menschen als Mitgestalter seiner Identität, seines Umfeldes, und als Mitgestalter der Welt.
Ziel des Viktor Frankl Zentrums ist es, dieses Menschenbild in der Psychotherapie, Medizin, Philosophie, Pädagogik und Unternehmensführung, Politik, etc. einzubinden und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Frankls berühmtestes Buch „...und trotzdem Ja zum Leben sagen" vermittelt, dass der Mensch in der Lage ist, unter allen Lebensbedingungen Sinn zu finden und sich und seine Mitwelt durch eine lebens- und sinnbejahende Haltung positiv zu gestalten.
Das VFZ möchte diese Erkenntnisse Frankls, die weltweit Anerkennung finden, zur Bewältigung der Aufgaben in der Gesellschaft präsent halten. In Vorträgen, Seminaren sowie Diskussionsveranstaltungen soll der logotherapeutische Ansatz in die verschiedenen Fachbereiche wie Medizin, Pädagogik, Wirtschaft etc. getragen werden, um neue Perspektiven und Antworten auf aktuelle Lebensfragen zu finden.
Folgende Maßnahmen sind zur Erreichung obiger Ziele geplant:
Seit Dezember 2000 gibt es regelmäßige Vorträge und Erfahrungsaustausch im Rahmen des „Wiener Logotherapeutenkreises“ unter der Schirmherrschaft von Frau Univ.-Doz. Dr. habil. Elisabeth Lukas. Motivation dieser regelmäßigen Treffen war und ist es, das philosophische und therapeutische Gedankengut Viktor E. Frankls zu vertiefen und in seiner Anwendbarkeit in die Fachdisziplinen der Medizin, Psychologie, Wirtschaft, Philosophie, Pädagogik, etc. zu integrieren.
Im Jahr 2002 wurde gemeinsam mit Mitgliedern des „Wiener Logotherapeutenkreises“ die Lehrveranstaltung „Pädagogik als Prävention - Lebensqualität in der Schule“ entwickelt und im Wintersemester 2002/03 erstmals in Kooperation mit der Universität Klagenfurt, dem Pädagogischen Institut und Bischöflichen Schulamt in Kärnten abgehalten.
2004 wurde der Akademielehrgang „Pädagogik als Prävention - Sinnzentrierte Pädagogik auf der Basis des Menschenbildes von Viktor E. Frankl“ entwickelt und im Rahmen des Akademienverbundes Pädagogische Hochschule Kärnten als viersemestrige Veranstaltung angeboten. Zudem wurden Vorträge und Workshops in Wien und Klagenfurt organisiert.
Diese Initiativen haben gezeigt, dass allgemein großes Interesse an der Anwendung der logotherapeutisch/existenzanalytischen Kerngedanken auch in nicht-klinischen Settings besteht.
Gegründet 2004 in Perchtoldsdorf bei Wien wurde das Zentrum zudem vor dem Hintergrund zahlreicher Anfragen aus dem In- und Ausland nach einem Studien- und Weiterbildungszentrum, in dem der von Viktor Frankls Lebenswerk ausgehende Impuls vermittelt, bzw. im Rahmen von Forschungsprojekten interdisziplinär vertieft werden kann. Es handelt sich derzeit um die einzige in dieser Weise wirkende Institution im deutschsprachigen Raum.
Das erste Projekt des Zentrums umfasste die Organisation der Ausstellung „Lebe(n) voll Sinn“, die am 31. März 2005 anlässlich Frankls 100. Geburtstags in Wien ihre Eröffnung feierte.
Inhalt der Ausstellung waren der Lebensweg Viktor Frankls sowie die Aufbereitung logotherapeutisch und existenzanalytischer Kenntnisse in angewandte Wissenschafts- und Fachdisziplinen, wie Psychotherapie, Medizin, Pädagogik, Philosophie, Theologie und Wirtschaft.
Gezeigt wurden Exponate aus seinem privaten Nachlass, die von der Familie Frankl und dem Viktor-Frankl-Privatarchiv freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden und einen umfassenden Einblick in den Lebensweg Frankls sowie die Entstehungsgeschichte der Logotherapie und Existenzanalyse gaben. Die Ausstellung lief zwei Wochen unter großem öffentlichen sowie medialem Interesse im Hörsaal der ehemaligen Poliklinik in Wien. Da viele LogotherapeutInnen aus aller Welt vom zeitgleich veranstalteten Weltkongress der Logotherapie in Wien die Ausstellung besuchten und von der Aktualität der Ausstellung und den historischen Räumlichkeiten angetan waren, wurde die Ausstellung bereits an mehrere befreundete Institute und Arbeitskreise im Ausland verliehen.
Seit Februar 2005 hat das Viktor Frankl Zentrum Wien einen Vereinssitz in der Mariannengasse 1. Direkt neben der Wohnung, in der Viktor Frankl über 52 Jahre lang lebte, wurden Räumlichkeiten zum Aufbau eines öffentlichen Zentrums angemietet. Aufbau und Finanzierung einer Präsenzbibliothek, Mediathek, eines Seminarraums und Büroräumlichkeiten sind die momentanen Bestrebungen des Viktor Frankl Zentrums.
Johanna Schechner
Initiatorin des Viktor Frankl Zentrums Wien, Seminarreferentin, Inhaltliche Leitung
Dipl. Krankenschwester, Logotherapeutin in freier Praxis
Initiatorin und Mitarbeiterin am Akademielehrgang Pädagogik als Prävention – sinnzentrierte Pädagogik auf der Basis des Menschenbildes von V. E. Frankl
Dr. Sabine Schmid
Ärztin, Logotherapeutin
Dr. Alexander Batthyany
Wissenschaftlicher Beirat, Bibliothekar
leitet die wissenschaftliche Abteilung des Viktor-Frankl-Instituts in Wien, betreut das schriftliche Archiv und den Privatnachlass von Viktor E. Frankl. Lehrauftrag am Institut für Wissenschaftstheorie der Universität Wien (Schwerpunkt Theorie und Philosophie der Psychologie). Veröffentlichungen über philosophische Psychologie und Logotherapie. Herausgeber (mit Eugenio Fizzotti und Karlheinz Biller) der 14-bändigen Edition der Gesammelten Werke von Viktor Frankl.
B.A. Elisabeth Schechner
Kindergartenpädagogin mit logotherapeutischer Qualifikation, Designerin, Erstellung der Grafiken für die Ausstellung im VFZ
Schriftführer
Techniker und Professor mit logotherapeutischer Qualifikation an einer HTL, ausgebildeter Kletterlehrer und Wanderführer mit Bezug zu Frankls Hausberg, der Rax
Heidemarie Zürner
Finanzreferentin
Fachinspektorin für den kath. Religionsunterricht in Unterkärnten mit logotherapeutischer Qualifikation, Professorin,
Vortragende an der Viktor Frankl Hochschule in Kärnten