Das Zentrum steht für Gruppen- und Einzelbesucher offen, die sich über das Lebenswerk Viktor Frankls und die Vielfalt seiner Anwendungsmöglichkeit informieren, bzw. sich mit anderen darüber austauschen wollen.
Das Viktor Frankl Zentrum beherbergt eine umfassende Präsenzbibliothek und Dokumentationsstelle über Leben und Werk von Viktor Frankl und die internationale Geschichte der Logotherapie sowie eine große Auswahl von Werken aus verwandten Sachgebieten.
Dank der freundlichen Unterstützung der Dokumentationsabteilung des Viktor-Frankl-Instituts verfügt das VFZ über eine umfassende Bibliothek der internationalen wissenschaftlichen Primär- und Sekundärliteratur über Logotherapie und Existenzanalyse.
Aufgrund seiner hervorragenden internationalen Vernetzung dient das Zentrum auch als Vermittlungsstelle für SchülerInnen, StudentInnen und WissenschafterInnen aus dem In- und Ausland , die sich mit Viktor Frankls Lebenswerk befassen wollen.
Die Mediathek mit ihrem umfangreichen Bestand an Audio-, Video- und DVD-Aufzeichnungen über Leben und Werk Viktor E. Frankls und vieler seiner SchülerInnen bietet den BesucherInnen die Möglichkeit zur „persönlichen“ Begegnung mit Viktor Frankl und seiner Lehre.
Audio- und Videoaufzeichnungen über die Logotherapie und Existenzanalyse werden vom VFZ zur Verfügung gestellt.
Anlässlich Frankls 100. Geburtstages im Jubiläumsjahr 2005 haben die VFZ InitiatorInnen zur Eröffnung des Zentrums eine Ausstellung geplant und zusammengestellt – „Lebe(n) voll Sinn“ , zu der das VF-Institut freundlicher Weise das Bild- und Videomaterial zur Verfügung gestellt hat.
Die Ausstellung setzt sich aus folgenden Themenkreisen zusammen:
FRANKLS LEBENSWEG:
Gezeigt werden Exponate aus seinem privaten Nachlass, die auch die wechselvolle Entwicklung Österreichs während seines Lebens nachzeichnen.
FRANKL IM BILD:
Video Collage mit bisher unveröffentlichtem Archivmaterial. Ein audio-visuelles Stimmungsbild der wichtigsten Lebensstationen von Viktor Frankl.
FRANKL HEUTE:
Weltweit widmen sich bereits über 70 Institute der Verbreitung von Viktor Frankls Lehre. Die Anwendung der Anthropologie wird in den Bereichen Psychotherapie, Medizin, Pädagogik, Wirtschaft sowie Theologie und Philosophie veranschaulicht.
FRANKLS BEGEGNUNGEN:
Wichtige Zeitgenossen sollen eine Vorstellung des wissenschaftlichen und ideengeschichtlichen Umfeldes von Viktor Frankl und seiner Zeit vermitteln.
Die Ausstellung wurde von 31. März bis 17. April 2005 im ehemaligen Hörsaal der Poliklinik Wien auf dem Gelände des Vienna Competence Centers gezeigt und stand unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.
Rund 2.000 Personen haben die Ausstellung besucht und waren sowohl inhaltlich als auch von den Räumlichkeiten des alten Hörsaals, in dem Frankl selbst jahrelang doziert hat, begeistert.
Es besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu mieten oder zu erwerben. Informationen dazu:
Mag. Gerhard Breitwieser
Tel.: +43 -(0)699 - 1096 1068
e-mail: office@franklzentrum.org
Schulklassen, Jugendgruppen, Med. Personal, Senioren, StudentInnen, UnternehmerInnen und Belegschaften, PädagogInnen, etc .
Viktor Frankl hat als Überlebender von vier Konzentrationslagern (Theresienstadt, Auschwitz, Kaufering und Türkheim) einerseits eine gut vermittelbare Sicht auf die Schuldproblematik entwickelt, andererseits aber auch in seinem Werk der fortwährenden Gefährdung des Menschen durch Kollektivismus, Totalitarismus und Konformismus eine schützende und sinnbejahende Alternative entgegengesetzt.
Nicht nur das Wissen um die Logotherapie und Existenzanalyse Frankls sondern auch der zeitgeschichtliche Hintergrund in all seinen Facetten vom Aufflammen des Antisemitismus in Wien, über die Deportation Wiener Juden ins Konzentrationslager bis hin zum Wiederaufbau Österreichs kann anhand des Lebens Viktor Frankls umfassend erfahrbar gemacht werden.
Bereits zu Lebzeiten war er eine historische Persönlichkeit, die noch persönlich Umgang mit S. Freud, A. Adler, C. Bühler, P. Polak, R. Allers, G. Allport, L. Binswanger, M. Buber, R. Cohn, J. Eccles, M. Heidegger, K. Jaspers, F. Künkel, A. Maslow, I. Moreno, F. Perls, K. Rahner, C. Rogers, R. Schwarz, P. Watzlawick, J. Wolpe u.v.a. hatte – bedeutende Namen aus Psychotherapie, Philosophie, Psychologie sowie Medizin.
Der Ruf Wiens als Stadt der DenkerInnen und der Kultur ist international unumstritten. Große Wiener Schulen und NobelpreisträgerInnen legten mit ihrem historisch intellektuellen Erbe den Grundstein für die heutigen Stärkefelder der Stadt.
Als „dritte Wiener Richtung der Psychotherapie“ wurde die Logotherapie weltweit bekannt. Neben der Psychoanalyse Freuds und der Individualpsychologie Alfred Adlers zählt sie zu einem wichtigen wissenschaftlichen Erbe Österreichs.
Die Logotherapie ist in nahezu allen Fachdisziplinen anwendbar, liegt doch ihrem Konzept der Wille zum Sinn als spezifisch humanes Potential des Menschen zugrunde.
Teilen Sie uns Ihre Interessen mit, wir bieten Ihnen eine individuelle Führung durch unser Zentrum, führen Sie in die jeweiligen Themengebiete ein und zeigen Ihnen Videodokumente der damaligen Zeit.
Die Kooperationen mit SchülerInnen / LehrerInnen hat in unserem Zentrum eine hohe Priorität, wir freuen uns sehr, Sie bei uns im Zentrum begrüßen zu dürfen.
Mag. Gerhard Breitwieser
Tel.: +43 -(0)699 - 1096 1068
e-mail: office@franklzentrum.org
Das Zentrum versteht sich ausdrücklich als gemeinnützige Bildungseinrichtung , die ihren Klientenkreis bewusst weitgestreut hält:
So sind Führungen für Schüler ebenso geplant wie die Beratung von Studenten, die über Logotherapie und Existenzanalyse forschen und arbeiten wollen; des weiteren ist die Vermittlung von Vortragenden vorgesehen, die vor Ort in Firmen, karitativen Gesellschaften und weiteren Institutionen Vorträge und Seminare über die Anwendung der Logotherapie und Existenzanalyse in den jeweiligen Bereichen halten .
Auf diese Weise soll die vielseitige Anwendbarkeit und Effizienz von Frankls Gedankengut in der Arbeitswelt und weiteren angrenzenden Nachbardisziplinen nutzbar gemacht werden.
Nicht zuletzt dient das Viktor Frankl Zentrum auch als Anlaufstelle für Menschen in seelischer Not. Obwohl keine therapeutische Institution, verfügt das VFZ über eine Liste der in Österreich als Psychotherapeuten anerkannten Logotherapeuten und Existenzanalytiker und eine Ärzteliste, an die gegebenenfalls Patienten verwiesen werden können. Es wird – aufgrund seiner exponierten Position und Selbstdefinition – erwartet, dass das Zentrum somit auch als erster Anlauf- und Vermittlungsort für Menschen in psychischen Krisensituationen dienen kann.
Unser Ziel ist es in diesem Zusammenhang, Personen, die psychotherapeutische oder psychiatrische Hilfestellungen benötigen, die Schwellen- und Stigmatisierungsangst zu nehmen und sich im Zentrum in einem vertraulichen und geschützten Rahmen über das Wesen und Wirken der Psychotherapie und Psychiatrie informieren zu können. In dieser Hinsicht dient das Zentrum auch der Gesundheitsaufklärung und spricht auch Angehörige und Betroffene psychisch Kranker an , die sich in der derzeitigen sozialen und psychologischen Versorgungssituation häufig alleine gelassen fühlen. Der Bildungsauftrag des Viktor Frankl Zentrums wirkt hier über den im engeren Sinne wissenschaftlichen und volksbildenden Anspruch hinaus und stellt ein bislang in Österreich einmaliges Angebot dar.