Mensch bleiben im Zeitalter von KI – zwischen Allmacht und Ohnmacht
Do. 05.11.2026, 19.00 - 20.30
Die Sinn-Gespräche des VIKTOR FRANKL ZENTRUM WIEN ermöglichen den Besucher:innen, auf den Spuren des Logos zu wandeln. In einem offenen, philosophisch fundierten und zugleich praxisnahen Dialog bieten sie tragfähige Orientierungen.
Insbesondere im Kontext von Wirtschaft und Arbeit braucht es einen neuen, vertieften Sinn-Dialog. Unternehmen stehen heute zwischen Allmachtsfantasien technologischer Machbarkeit und der lähmenden Ohnmacht globaler Dynamiken. Dieses Sinn-Gespräch mit der Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann-Hoff und dem Philosophen und Theologen Johannes Hoff soll dazu beitragen, Arbeitgeber:innen und Arbeitende bewusst und werteorientiert zu Gestalter:innen zu machen.
Beide engagieren sich mit wissenschaftlicher Expertise und großer Begeisterung in der Debatte rund um ethische Fragen in der Digitalisierung. Johannes Hoff fordert in seinen jüngsten Veröffentlichungen ein „postdigitales Vernunftskonzept“, Sarah Spiekermann hat in ihrem Buch „Digitale Ethik“ ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert vorgeschlagen.
Gemeinsam mit Daniela Philipp, Beirätin des VIKTOR FRANKL ZENTRUM WIEN, werden sie sich den fundamentalen Fragen, angesichts der rasanten technologischen Entwicklung, stellen:
Welche Rolle spielt der Mensch im Zeitalter der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz?
Machen wir uns selbst als Arbeitskraft ersetzbar?
Wird KI uns gefährden – ökonomisch, gesellschaftlich, existenziell?
Kann uns eine „Technik der Menschlichkeit“ vor der Unmenschlichkeit der Technik bewahren und wenn ja, wie erlangen wir diese?
Wie bleibt Arbeit ein Ort von Würde, Verantwortung und Sinn?
Wir freuen uns auf einen Abend mit Tiefgang und Höhen-Orientierung.
Referentinnen
Univ.-Prof. Dr. Johannes Hoff
Philosoph und Theologe, ist Professor für Dogmatik in Innsbruck (Nachfolge Karl Rahner) und Senior Research Fellow an der University of Cambridge. Zuvor war er Professor an der University of London. Seine Forschung fokussiert auf philosophische Mystik und Trinitarische Technikanthropologie. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er bekannt durch seine Publikationen über Nikolaus von Kues, seine Kollaboration mit Künstlern wie Christoph Schlingensief und seine Monografie Verteidigung des Heiligen. Anthropologie der Digitalen Transformation (2021). Hoff ist Gründungsmitglied der Future Foundation.
Johannes Hoff © Alex Kagan
Univ.-Prof.in Dr.in Sarah Spiekermann-Hoff
Sie leitet seit 2009 das Institut für Wirtschaftsinformatik & Gesellschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Sie forscht, lehrt und schreibt zur digitalen Ethik und Werte-basierten IT-Innovation. Nach beratenden Funktionen für die EU-Kommission leitete sie die Entwicklung des ersten globalen Standards für ethisches IT-Design (ISO/IEEE 24748-7000) (2016–2021) und prägte das sog. „Value-based Engineering“. 2024 wurde sie von der Stanford University zu den 2% weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern ihres Fachbereichs gezählt. 2024 gründete sie in Wien die VBE-Akademie, die Fachleute im Bereich ethischer KI – Innovation ausbildet, und 2025 die Future Foundation.
Sarah Spiekermann © David Payr
Daniela Philipp, dipl. LSB
Sinn-zentrierte Beraterin nach VIKTOR FRANKL ZENTRUM WIEN, Beirätin für Öffentlichkeitsarbeit im VIKTOR FRANKL ZENTRUM WIEN, Lehrgangs-Coachin Online-Lehrgang Logopädagogik sowie Vortragende. Als selbständige Unternehmensberaterin tätig, Coachin, Lektorin, Trainerin, Moderatorin und Buchautorin.
Kosten
Regulär: € 13,00 pro Person
Ermäßigt für fördernde Mitglieder des VIKTOR FRANKL ZENTRUM WIEN: € 8,00 pro Person
Noch kein Mitglied? Hier geht es zum Antrag: Fördernde Mitgliedschaft
Ermäßigt: € 10,00 pro Person
(Senior:innen ab 65 Jahren, Schüler:innen, Student:innen bis 27 Jahre, Zivil- und Präsenzdiener:innen, Ö1-Club-Card, Stadt Wien Vorteilsclub, MünzeClub Österreich, Studierende des ABILE, Mitglieder des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen - BÖP, Menschen mit Behindertenausweis - ab GdB 70%)
Ort
Der Veranstaltungsort - in Wien - wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.

