Der tragische Optimismus oder wie Leben auch in Leidsituationen gelingen kann

Viktor E. Frankl (c) Haddon Klingberg jr.Viktor E. Frankl stellt den leidenden Menschen in den Mittelpunkt seiner Sinn-Lehre. Dabei handelt es sich um Menschen, die an einem unabänderlichen Schicksal leiden: zum Beispiel einen geliebten Angehörigen verloren zu haben, selbst an einer schweren Krankheit zu leiden, gezwungen sind, es auszuhalten, wenn Angehörige schwer erkranken, schwere Schicksalsschläge, wie Unfälle, Traumata oder Eingriffe anzunehmen und aushalten zu müssen u.v.m.

Selbst leidgeprüft in seinem Leben, ringt sich Frankl im Konzentrationslager folgendes Zitat ab: „Ihr könnt mir alles antun, aber ihr habt nie in der Hand, wie ich darauf reagieren werde.“ Und: „Nicht im DASS des Leidens, im WIE des Leidens liegt der Sinn des Leidens.“ sowie „Das Leben hat und behält unter allen Umständen Sinn.“

Sind es nicht genau diese geistigen Haltegriffe, die uns wieder einigermaßen auf die Füße stellen können, wenn wir den Boden zu verlieren scheinen? Frankl stellt Lebensfragen, denen wir oft so ohnmächtig ausgeliefert sind, seinen „Tragischen Optimismus“ gegenüber. Wie findet er zu dieser Terminologie?
„…irgendwie muss es eigentlich auch noch angesichts der tragischen Aspekte unseres Daseins die Möglichkeit geben, …das Beste daraus zu machen; das Beste jedoch heißt auf lateinisch das Optimum und jetzt verstehen Sie, wie ich auf den Ausdruck tragischer Optimismus gekommen bin.“ (Viktor E. Frankl)

Das heißt, wenn wir versuchen, unsere jeweils bestmögliche Antwort zu geben, bei ausweglosem Leid zum Beispiel, in der tapferen Annahme und bestmöglichen Gestaltung der Situation, leben wir selbst nicht nur besser damit, sondern auch unser leidendes Umfeld kann wieder durchatmen! Wie oft durften wir alle schon Zeugen sein in der Begegnung mit leidenden Menschen, die trotz schwerer Bedingungen Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen und uns dabei so stütz(t)en!
Ein Optimum aus der Tragik heraus ringen kann nur der Mensch, der weiß wofür, das heißt ein liebender Mensch mit Blick auf sein Umfeld. Genau so geschieht gelingendes Leben, trotz und in Leidzuständen!

Johanna Schechner, MSc
und das VIKTOR FRANKL ZENTRUM WIEN Team


Wertvolle Impulse und hoffnungsvermehrende Texte aus Sinn-Lehre Viktor E. Frankls

In unserer Text-Reihe #wert-voll bieten LogopädagogenInnen und LogotherapeutenInnen wertvolle Impulse und geistige Haltegriffe im Umgang mit der herausfordernden Situation, vor die wir alle schicksalhaft vom Leben gestellt wurden. Unter der Rubrik "Gelebte Logotherapie" finden Sie mutmachenden und hoffnungsvermehrenden Inhalten aus der Sinn-Lehre Viktor E. Frankls begleiten.
#wert-voll bietet Raum für alle Gedanken, die uns jetzt helfen, den Fokus auf das noch verbleibende Heile zu lenken. Eine Sammlung an Texten finden Sie hier

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